Auch in der 3. Auflage haben sich die WTV Junior Indoor Open in Ickern wieder als optimales Pflaster für die westfälischen und deutschen Talente bewährt. Mit Patrick Moise (TC BW Halle) und Monique Murek (TC Deuten) setzten zwei heimische Nachwuchsathleten große Ausrufezeichen. Und auch sonst bot das Turnier ausreichend positiven Gesprächsstoff.
Die heimischen Trainer mussten wieder einen vollen Aufenthalt im nördlichen Ruhrgebiet buchen, denn die hiesigen Talente schickten sich mal wieder an, ihre besten Leistungen in der Halle am Kattenstätter Busch in Ickern abzurufen. Entsprechend zufrieden zeigten sich bei der Siegerehrung WTV-Vizepräsident Jan-Henning Janowitz und DTB-Vizepräsident Robert Hampe. Schon während der Woche zog Chefverbandstrainerin Dinah Pfizenmaier ein positives Fazit der Veranstaltung aus sportlicher Sicht.
Moise macht‘s
Da wäre zuvorderst Patrick Moise (TC BW Halle) zu nennen. Der Ostwestfale aus der WTV-Talentschmiede feierte nach den Deutschen Meisterschaften im November seinen nächsten prestigeträchtigen Titel – dieses Mal auf internationaler Ebene. Der 16-Jährige nutze die Gegebenheiten auf dem schnellen Belag bestmöglich aus. Schon Profi Jan-Lennard Struff bezeichnete die Location einst als echte „Turbo-Halle“. Und Moise ließ seinem Finalgegner, Viggo Wagenknecht (DTV Hannover) aus Mecklenburg, keine Luft zum Atmen, servierte Asse im zweistelligen Bereich und returnierte aggressiv – 6:3, 6:2. Das Erfolgsrezept für seinen bisher größten Erfolg auf internationaler Ebene. Gleichzeitig setzte er nach den Siegen von Eva Bennemann in den Jahren 2023 und 2024 die Tradition siegreicher WTV-Talente in Ickern fort. Fraglich, ob er im nächsten Jahr, bei entsprechender Entwicklung, nochmal zur Titelverteidigung vorbeischaut.
Murek stellt sich vor
Aber auch die Essenerin Monique Murek schrieb ihre eigene Erfolgsgeschichte. An Position 4 gesetzt, erreichte sie das Halbfinale im Einzel und triumphierte mit Partnerin Ellen Hirschi im Doppel. Ab Mai wird die 16-Jährige dann auch regelmäßig am Landesstützpunkt in Kamen trainieren und die WTV-Talentschmiede mit Sicherheit bereichern. Ihre Qualitäten hat sie in der Turnierwoche jedenfalls unterstrichen.
Hirschi, den Namen darf man sich merken
Hirschi bereicherte das Turnier mehr als alle anderen aus internationaler Sicht. Die Australierin mit Schweizer Wurzeln trainiert in Belgien und konnte nicht nur mit ihrer sympathischen Art überzeugen, sondern hinterließ mit dem Double im Einzel und Doppel auch sportlich sichtbare Spuren. Den Namen sollte man sich aus zweierlei Hinsicht merken, denn im Sommer ist sie für den TC GW Herne gemeldet und ihre jüngere Schwester steht schon in den Startlöchern, künftig in die Fußstapfen ihrer Schwester zu treten. Ihre ukrainische Gegnerin Maria Tkalenko besiegte sie im Endspiel mit dem gleichen Ergebnis wie bei den Junioren – 6:3, 6:2.
Alle Finalergebnisse in der Übersicht:
Finale Juniorinnen:
Ellen Hirschi (AUS, 1) vs. Maria Tkalenko (UKR) 6:3, 6:2
Finale Junioren:
Patrick Moise (TC BW Halle, 2) – Viggo Wagenknecht (DTV Hannover) 6:3, 6:2
Finale Junioren Doppel:
Patrick Moise/Sander Paradis (NED, 1) – Andreas Hansen (DEN)/Leo Wright (GBR, 2) – 7:5, 6:2
Finale Juniorinnen Doppel:
Ellen Hirschi (AUS)/Monique Murek (TC Deuten, 1) vs. Tina Manescu (Heidelberger TC)/Lara Wasserfuhr (TTC Brauweiler) - 6:4, 4:6, 10:8
Alle Sieger im Einzel:
2025: Ellen Hirschi (AUS) – Patrick Moise (TC BW Halle)
2024: Eva Bennemann (TC Deuten) & Jan Chlodnicki (POL)
2023: Eva Bennemann (TC Deuten) & Nikolai Barsukov (TC RC Sport Leipzig)